Die Suche hat ein Ende… Roland JP-8080

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Ja die Suche hat ein Ende! Endlich nach Jahren der Suche habe ich ihn gefunden… einen ROLAND JP-8080, die Rack Version des ROLAND JP-8000. Die Rackversion hat einige Vorteile gegenüber der Keyboardversion. Ich habe echt seit Jahren immer wieder auf den Auktionsportalen rumgesucht und entweder war der JP-8080 einfach zu teuer oder der Zustand war dermassen schlecht, dass die Revision einiges an Geld verschlungen hätte. Nun seit 2 Tagen bin ich stolzer Besitzer eines JP-8080, der aussieht als käme er direkt aus dem Laden 🙂JP-8080

Natürlich sind die Regler nicht mehr ganz so satt und fest wie bei seiner Erstauslieferung, aber kein Kratzen, kein Knacken der Dreh- und Schieberegler ist zu hören. Das Gehäuse selbst ist in einwandfreiem Zustand, die Farbe noch wie am ersten Tag und das Display ohne einen einzigen Pixelfehler. Zusätzlich dabei war sogar eine original Roland Smart Media Speicherkarte mit 4MB Speicherplatz. Diese sind heute praktisch nicht mehr zu haben. Die 4MB reichen locker um eigene Presets abzuspeichern. Eine englische Bedienungsanleitung und natürlich das Netzkabel waren auch im Karton mit dabei.

Der JP-8080 war seit langer Zeit mein Traumsynthie. Damals gegen Ende 1996 als der JP-8000 als Erstversion, also mit Keyborad rauskam, war das der ultimative virtuell analoge Synth, den man sich leisten konnte, zumindest für mich. Den Nordlead, den Yamaha AN1x oder den Virus A mochte ich einfach nicht, rein optisch hat mir der JP-8000 einfach viel besser gefallen und das gehört nebst dem Sound einfach auch dazu. Er sah fantastisch aus, war einfach zu bedienen und der Sound war einfach klasse. Damals konnte ich mir das Teil nicht leisten und so verschwand der JP-8000 in meinen Gedanken, bis ich ca. 2008 ein Video auf YouTube entdeckte, in dem die Rack Version des JP-8000, also der JP-8080 vorgestellt wurde. Hinzu kam der Voicemodulator, eine Art Vocoder und Stimmenverfremder, den es im JP-8000 nicht gab. Von da an wollte ich den JP-8080 mein eigen nennen 🙂JP-8080

Vor gut einem Jahr entdeckte ich die Webseite von Mystery Island und die Software Emulation JP-80×0. Ich dachte, hey, ein VST Plugin des JP-8080, jedoch war es noch besser. Das Plugin JP-80×0 ist eine Steuerungseinheit, mit der man den JP-8080 wie einen Access Virus TI per VST Plugin steuern kann. Folgendes Video zeigt den Einsatz des Plugins mit Logic 9. Das Plugin funktioniert mit Mac OS und Windows Betriebssystem.

Ich hab mir das Plugin umgehend gekauft, denn einen JP-8080 inkl. Plugin ist einfach perfekt, die Symbiose schlechthin. Installiert, MIDI Anschlüsse verbunden und tatsächlich, das Plugin JP-80×0 funktioniert einwandfrei! Kaum zu glauben, aber so easy wie beim Virus TI. Ich kann nun am JP-8080 rumschrauben und neue Sound erstellen und die Presets einfach über Cubase, Logic und Co. auf die Festplatte speichern. Genau wie beim Virus TI habe ich nun die Möglichkeit der Total Recal Funktion. Einfach das Plugin Starten, das Preset wählen und schon stellt der JP-8080 den richtigen Sound ein den ich auf Festplatte hatte.

Sobald ich meinen ersten Track mit dem JP-8080 erstellt habe, werde ich natürlich hier darüber schreiben. Bis dahin, viel Spass mit dem Video und dem Testen der Demosoftware des VST Plugins JP-80×0! 🙂

Vorteile des JP-8080 gegenüber JP-8000:
– mehr Polyphonie, insgesamt 10 Stimmen (8 wenn Audioeingang gebraucht wird)
– einen Vocoder mit 12 Bändern
– Distortion Effekt
– Unisono Mode
– Noise auch auf OSC 2
– Audio Eingang (für Vocoder oder einfach mal einen Loop reinladen)
– Mehr Speicherplatz für Sounds

Der JP-8080 hat keine Tastatur, aber in der heutigen Zeit mit MIDI Tastaturen und wenn man das Teil nicht gerade auf der Bühne nutzen möchte, sollte das kein Problem sein.

Sounds für den JP-8080: Vengeance – Refx

hier noch ein Video, das eine VST Emulation und den JP-8080 vergleicht und mit visueller “Analyse” aufzeigt, dass der JP-8080 einfach besser klingt 🙂

Wenn man entsprechende Abhörmöglichkeiten sein eigen nennt, hört man den Unterschied auch.

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